08.11.2023

Arbeitsbesuch des niederländischen Ministeriums für Soziales und Beschäftigung

In den vergangenen Jahren haben die GrenzInfoPunkte (GIPs) ihre Zusammenarbeit entlang der deutsch-niederländisch-belgischen Grenzen intensiviert. Mit gebündelten Kräften können sie Ihre Informations- und Aufklärungsarbeit Betrieben und Beschäftigten zu den sehr komplexen Themen Steuer und Sozialversicherung im grenzüberschreitenden Leben und Arbeiten einem breiteren Publikum zugängig machen und die Qualität der Informationen sichern.

Einer der wichtigsten Geldgeber, die diese Zusammenarbeit ermöglichen, ist das Ministerie van Sociale Zaken en Werkgelegenheid (SZW), das niederländische Ministerium für Soziales und Beschäftigung. Am 7. November 2023 fand sich eine Delegation von Mitarbeiter*innen des Ministeriums in Maastricht zu einem Arbeitsbesuch ein. Hier konnten die drei GrenzInfoPunkte Aachen-Eurode, Maastricht und Rhein-Maas-Nord ihre bisherige Arbeit – und die des gesamten GIP-Netzwerks – vorstellen und zukünftige Entwicklungen und Vorstellungen mit dem Ministerium besprechen. Mit dabei waren auch Hans Dassen, Gemeente Maastricht und Vorsitzender der Steuerungsgruppe der GIPs, sowie Kees Mertens, Sociale Verzekeringsbank, um die Gäste willkommen zu heißen.

In den Gesprächen wurde schnell klar: Es wird auch in Zukunft unverzichtbar sein, die individuellen Situationen der Unternehmen und Grenzgänger*innen einzeln zu betrachten und zu bewerten, um so allen Kund*innen die passenden Informationen an die Hand zu geben. Die Situation in den Bereichen Steuern und Sozialversicherung ist „dermaßen komplex, dass Hilfesuchende die große Masse an wichtigen Informationen häufig gar nicht aufnehmen können“, hört man in der Abschlussrunde mehrfach. Besonders bei telefonischen Erstberatungen ist dies oft schwierig zu vermitteln.

Das stellten die Gäste auch in einem Rollenspiel fest: Ein „Ich hab‘ mal eben eine kleine Frage“ zieht in der Praxis oft einen großen Beratungsaufwand nach sich. Den Kund*innen sei zunächst gar nicht bewusst, auf was sie alles zu achten hätten. Deutlich wurde ebenso, dass der Ausbau der digitalen Angebote, den die GIPs allesamt verfolgen, unabdingbar ist, um den stetig steigenden Beratungszahlen und dem Aufwand für Informations- und Aufklärungsarbeit effizient gerecht zu werden.

Nach einem langen Tag in den Sälen des Maastrichter Rathauses verabschiedeten sich die Gäste mit einem großen Bündel an Informationen im Gepäck, welches ihnen dabei helfen wird, die Arbeitsweisen und nicht zuletzt die Wichtigkeit der GrenzInfoPunkte besser einschätzen zu können.

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